Neues aus dem „Stauferkeller“

Hunderte Scherben, Knochen, Steine sowie eine römische Münze wurden geborgen. / 11.01.2010
 

Unter den Häusern Markt 48-52 befinden sich gut erhaltene mittelalterliche Gewölbekeller. Sie waren über Jahrzehnte immer wieder Ziel archäologischer Unternehmungen. Die letzten Grabungen fanden in den achtziger Jahren statt. Der damals angefallene Erdaushub lagert bis heute in den ungenutzten Kellerräumen. Bei einem Ortstermin wurde bemerkt, dass sich in dieser aufgehäuften Erde noch zahlreiche archäologische Objekte befanden.

 

Darauf hin wurde mit Helfern des Archäologischen Arbeitskreises Aachen (AAA)in einer einwöchigen Aktion der gesamte Erdaushub gesiebt und nach Funden durchsucht. Die „Beute“ war beachtlich. Hunderte Scherben, Knochen, Steine sowie eine römische Münze wurden geborgen. Von besonderer Bedeutung sind Keramikfunde der Merowingerzeit (5.-8. Jahrhundert). Darüber hinaus fanden sich auch karolingische Scherben. Es sind die ersten Funde des frühen Mittelalters vom Aachener Markt.

 

Angeregt durch die neuen Untersuchungen hat sich inzwischen der ehemalige Hausbesitzer, Herr Geller (Aachen) bereit erklärt, große Mengen archäologischer Funde aus dem Keller der Stadtarchäologie zur Verfügung zu stellen. Sie stammen aus Maßnahmen der fünfziger Jahre und waren seither in seinem Besitz. Künftige Auswertungen des umfangreichen Materials versprechen umfassende Neuerkenntnisse zur römischen und mittelalterlichen Besiedlung des Aachener Marktes.

Fundbergung im Staufferkeller