Reste römischer Thermen in Burtscheid entdeckt

Auch in der Kleinkölnstraße Siedlungsreste der Römer / 23.03.2010
 

Bei Kanalbauarbeiten am Burtscheider Markt sind Teile einer römischen Therme entdeckt worden. Dabei handelt es sich um Fußboden- und Mauerreste aus dem 1. bis 3. Jahrhundert n. Chr. Sie sind mit Ziegelmehl wasserundurchlässig abgedichtet worden und bilden einen Teil eines Wasserbeckens.
   

„Wir haben damit den bisher überzeugendsten Hinweis auf römische Thermen in Burtscheid bekommen. Sie konnten bisher nie eindeutig nachgewiesen werden“, erklärte Stadtarchäologe Andreas Schaub. Winfried Schwellnus, Geschäftsführer der für die Ausgrabungen zuständigen Firma SK ArcheoConsult, ergänzt: „Die Reste gehören zu einer Beckenanlage, wie sie in Burtscheid schon immer vermutet wurde. Es ist ein sehr bedeutender Fund.“
Die archäologischen Funde werden erhalten bleiben, die Leitungen werden daran vorbei geführt.
 

Auch bei den Kanalbaumaßnahmen in der Kleinkölnstraße wurden zahlreiche Funde aus römischer Zeit ans Tageslicht geholt, unter anderem mehrere Töpferöfen und Mauerreste. „Der Kanalbau zeigt uns den Querschnitt durch ein römisches Stadtviertel. Er bedeutet einen großen Erkenntniszuwachs: Wir wissen jetzt, dass Aachen in römischer Zeit dicht bebaut war“, erklärte Andreas Schaub. Winfried Schwellnus: „Uns kommt zugute, dass der alte Kanal aus dem 19. Jahrhundert nur 80 Zentimeter breit war, dadurch ist viel erhalten geblieben.“

Burtscheider Markt 15-17