Spurensuche auf dem Maisacker

Die Planungen für die Präsentation der archäologischen Funde im Elisengarten sind im Gange / 11.12.2009
 

Im Vorfeld geplanter Baumaßnahmen in Haaren (Charlottenburger Allee) untersuchte die Stadtarchäologie die derzeit noch landwirtschaftlich genutzten Flächen. Es bestand der Verdacht, dass sich hier Spuren der spätmittelalterlichen Aachener Landwehr finden würden. Zu diesem Zweck wurden auf den abgeernteten Maisäckern Suchschnitte von insgesamt ca. 200 m Länge angelegt und untersucht.

 

Es zeigte sich, dass die Landwehr nicht durch das betreffende Gelände, sondern wohl unmittelbar südlich davon verlaufen sein muss. Die Sondierung erfasste jedoch eine große Materialgrube des 19. Jahrhunderts. Hier wurde wohl zu Bauzwecken Lehm abgebaut und die dabei entstandene Grube unter anderem mit Hausabfällen verfüllt.

 

Eine oberflächliche Prospektion der Ackerflächen erbrachte darüber hinaus zahlreiche Keramikscherben des hohen und späten Mittelalters sowie der frühen Neuzeit. Diese Funde belegen allerdings keine Besiedlung an dieser Stelle. Vielmehr handelt es sich um die typische „Ackerstreu“, also die frühere Abfallentsorgung auf Äckern. Es kann anhand der Funde davon ausgegangen werden, dass eine landwirtschaftliche Nutzung an dieser Stelle bereits im 11./12. Jahrhundert einsetzte.

 

Die Arbeiten wurden maßgeblich durch Mitglieder des „Arbeitskreis Archäologie in Aachen“ (AAA) unterstützt.

Suchschnitte von ca. 200 m Länge